WELTREISE

HOME WIR ROUTE INFO BERICHTE KONTAKT LINKS


















ALLE  BERICHTE


ALLE BILDER





 



Malaysia 29.06.-30.07.2009

ADIEU CHERATING!
Kurz vor unserem Abschied in Cherating ist Roman mit seinem neuen Besuch aus der Schweiz bei uns eingetroffen. Wir haben den Waedenswiler Lueftungstechniker mit seinem Toyota Landcruiser schon in Indien getroffen und sind seither stets in Verbindung per Internet. Einige Tage spaeter ist auch der allein reisende Markus aus Luzern zu uns gestossen. Markus ist nicht nur ein sehr erfahrener Overlander, er hat als Informatiker auch einen stolzen, beneidenswerten und sehr informativen Auftritt im Netz! Typisch für ihn ist auch seine E-Mail Adresse: www.littletramp.ch Die kleine Schweiz war also gut vertreten und die Stimmung vor dem Fernseher am "Federer-Sonntag", fast wie in einer Beiz daheim. Din, unser nicht sehr Tennis interessierte Gastwirt, musste bis zwei Uhr morgens !!! unsere Kommentare, Verzweiflungsrufe und schliesslich das erloesende Geschrei am Schluss des Spiels mit anhoeren. Nach diesem ausserordentlichen Nationalfeiertag blieb uns in Cherating nur noch die uebliche "Putzerei und Packerei" und "friieda" startklar machen. Am Abend vor unserer Abreise haben Ana-Laura und Hubert zum Lagerfeuer am Strand eingeladen. Es ist schoen mit Gleichgesinnten nachts um zehn Uhr bei fuenfundzwanzig Grad und einer leichten Brise, ein Glaeschen Rotwein zu trinken, in das, vor dir liegende Suedchinesische Meer zu blicken und von fernen Laendern zu traeumen! Danke Cherating. Wir kommen wieder!

ENTLANG DER OSTKUESTE
Unsere Erkundungstour in Malaysia führt uns ab Cherating ueber Cukai, Dungun und Kuala Terengganu entlang der Ostkueste bis Kuala Besut. Diese Fahrt ist schoen und abwechslungsreich. Sie ist ganz anders als die Fahrten im Sueden des Landes. Kuala Besut ist der Ausgangspunkt fuer die Perhentian Islands. Die zwei, ca. zwanzig Kilometer vom Festland entfernten Inseln sind beruehmt fuer ihre Schnorchel und Tauchplaetze,  fuer ihre Korallenriffe, die weissen Sandstraende und das stahlblaue, kristallklare Wasser. Es ist schoen hier, touristisch zwar, aber man sollte sich das ansehen. Wir hatten auf der Ueberfahrt allerdings eine etwas peinliche Begegnung mit einer ueberhitzten Schweizerin mit zwei Kindern und ihrem drolligen Partner "Flury", aber sonst war der Besuch auf Perhentian ein gelungenes Erlebnis. Wir haben uns in dem klaren Wasser vergnuegt, einen Schnorcheltrip gebucht, kleine Haie und viele bunte, lustig gezeichnete Fische gesehen. Drei Tage, zwei Naechte, sind gerade richtig um nach Kuala Besut und zu "friieda" zurueckzukehren. Wir fahren weiter bis Kota Bahru besichtigen zwei, drei Sehenswuerdigkeiten und uebernachten, vorlaeufig das letzte Mal am Strand an der Ostkueste, in Pantai Cahaya Bulan.

INSEL PENANG,
"friieda" hat die Fahrt von Kota Bahru bis auf die Insel Penang sicher auch gefallen. Dreihundertfuenfzig, empfehlenswerte Kilometer auf bester Strasse durch eine herrliche Gegend, mit Seen, Huegelzuegen und den immer wieder auftauchenden, kleinen Doerfer. An deren Strassenrand waechst ueppiges Gruenzeug das, gespickt mit verschiedensten Blueten und den momentan Hochsaison habenden, roten Rambutans ein einmaliges Arrangement bildet.
Penang, ist die multikulturelle Insel an der Westkueste, beherbergt etwa fuenfhunderttausend, friedliebende Menschen verschiedenster Rassen, Religionen und Sprachen und ist das Wirtschaftszentrum des Nordens. Der Dreh- und Angelpunkt der stark chinesisch gepraegten Insel die sowohl mit der Faehre, als auch ueber eine ca. zwoelf  Kilometer lange Bruecke erreicht werden kann, ist Georgetown. Die hiesigen Macher haben sich offensichtlich Fortschritt auf die Fahne geschrieben! Anders ist der auffallende Bauboom wohl kaum zu erklaeren. Penang hat aber immer noch einsame Straende, viele kleine Parks, den Penang-Hill und einige tolle Sehenswuerdigkeiten zu bieten. Auf einer Besichtigungstour durch die Stadt treffen wir die Luzerner Anita und Marc. Die beiden sind mit ihrem imposanten BMW-Motorrad fast gleich lang unterwegs wie wir und haben zudem eine aehnliche Reiseroute geplant. Es reicht leider nur fuer ein kurzes, aber herzliches Gespraech und fuer einen, von Anita spontan offerierten Kaffee aus der Kueche der noblen BMW-Garage. Es war schoen! Wir sind froh, Anita und Marc getroffen zu haben. Hoffentlich kreuzen sich unsere Wege irgendwann wieder.
Wer in Penang Halt macht sollte auf den Penang-Hill, eine Inselrundfahrt machen und den Nationalpark besuchen. Wir haben uns am Eingang dieses Parks niedergelassen und sind von den Anwohnern sofort herzlich aufgenommen worden. Mum + Papas Cafe!  Genau in diesen Lettern steht es auf dem Firmenschild am Strassenrand vor dem Eingang zum Nationalpark in Telok Bahang und ist ein Hinweis auf das Restaurant von Hanny mit dem warmen Laecheln und Akbar, ihrem Mann, dem exzellenten Koch. Wir finden die beiden auf Anhieb sympathisch und sind von ihrer Kueche begeistert. Wer nach Telok Bahang kommt muss bei Hanny und Akbar einkehren und im  Minimum ihre neueste Kreation, die "Obama-Cakes" versuchen. Diese heissen so, weil sie, wie Obama, Hanny und Akbar, "black and sweet" sind!
Hier bleiben wir eine Weile. Es ist schoen und wir haben hier einiges zu erledigen! Wir muessen fuer eine groebere Reparatur zum Zahnarzt (Kari) , wollen das Visum fuer Thailand besorgen, uns die Stadt und die Umgebung ansehen und im Nationalpark wandern. In dem sehr gepflegten Nationalpark gibt es sehr schoene, gut beschilderte Wanderwege durch den Wald mit all seinen beeindruckenden Pflanzen, Blueten und den riesigen Baeumen. Die Ruhe und die Stille inmitten der Urwaldriesen die Jahrhunderte, Wind und Wetter trotzen und zuverlaessig ihren Beitrag an das Oeko-System leisten, ist einfach gewaltig. Wir treffen auf unserem ersten Treak, Katrin aus Koeln. Die mutige, junge Frau die alleine unterwegs ist, begleitet uns auf unserer zweiten Wanderung an den Lake Meromictic und den Beach von Keracut. Leider muessen wir uns von ihr schon kurz darauf verabschieden. Wir wünschen Katrin auf ihrer Weiterreise viel Glueck und danken ihr fuer die nette Begegnung. Der Lake Meromictic ist einer der wenigen Seen weltweit in dem sich das spezifisch schwerere, warme Salzwasser auf dem Grund des Sees, mit dem darueber fliessenden kuehleren Suesswasser nicht mischt. Wir studieren die Erlaeuterungen auf den Tafeln und schauen immer wieder verwundert und wohl etwas unglaeubig auf das, ins Meer fliessende Suesswasser. Den anschliessenden Marsch ueber den Huegel von Keracut nach Teluk Kampi haben wir klar unterschaetzt und waren deshalb sehr froh, dass uns ein Fischer spontan und ohne eine Entschaedigung, nach Keracut zurueck gebracht hat. Wir werden seine Spontanitaet und die unentgeltliche Hilfsbereitschaft wohl fuer immer in guter Erinnerung behalten. Menschen dieses Schlages, sind das Salz in der Reisesuppe!  Thanks a lot fisherman! We wish you all the best and good luck!
 
DIE GROSSE UEBERRASCHUNG
Am Samstag, 25.07. kurz nach dem Fruehstueck stehen auf einmal und voellig ueberraschend unser Sohn Reto und seine Freundin Priska neben "friieda". Verbluefft und mit feuchten Augen schliessen wir die beiden in die Arme. Es ist ein unbeschreibliches Gefuehl so weit von daheim deine Kinder begruessen zu koennen. Unser Standplatz in Telok Bahang ist fuer uns und unsere Vorhaben auf Penang zwar ideal, fuer Besuchsempfang aber eher duerftig! Priska und Reto sind unkompliziert, sie nehmen die Situation gelassen hin und wir verbringen deshalb trotzdem fünf schoene Tage intensiver Beziehung. Wir kriegen wieder Wurstwaren von der Metzgerei Steiner aus Walenstadt, Honig von der Rüti in Murg und Crappa aus Italien. Wir werden die feinen Sachen nur an Sonn- und Feiertagen auftischen und sie ganz andaechtig zu uns nehmen! Den Spendern sei herzlich gedankt. Am Mittwoch den 29.07.09 muessen wir die beiden Lieben ziehen lassen! Sie verlassen uns am Abend, gehen mit dem Nachtbus nach Singapur und spaeter heim in die Schweiz. Liebe Priska, lieber Reto, herzlichen Dank fuer die Ueberraschung und die schoene, gemeinsame Zeit!

ERKENNTNIS DES MONAT
Es gibt im Leben viele Fragen die wohl nie beantwortet werden und trotzdem sollte man darueber nachdenken! Wieso lassen die Malaiien ihre Auto's waehrend dem Picknick am Strand immer laufen?  Wieso schneidet man sich beim Rasieren immer dann, wenn man sowieso spaet dran ist? Wieso laeuft der Handlauf einer Rolltreppe immer etwas schneller als die Treppe selbst? Und so weiter und so fort! Wir haben uns einer solchen Frage angenommen und uns mit dem malaiischen Nature Jogurt von Nestle beschaeftigt und wissen nun, dass es zwar sehr gut schmeckt, als Antifaltencreme aber auch dann nichts taugt, wenn es zentimeterdick und stundenlang aufgetragen wird!

Falls unsere Test's in Thailand die gleichen Resultate zeigen, werden wir die Versuchsreihe abbrechen und das Altern akzeptieren!

Seid gegruesst bis Ende August,
Ulla & Kari