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Thailand 31.08.-30.09.2009

THAILAND IN KUERZE
Unser derzeitiges Gastland ist eine konstitutionelle Monarchie, die Heimat von fast siebzig Millionen Menschen und ein sehr interessantes Land. Es liegt zwischen dem sechsten und einundzwanzigsten Breitengrad der noerdlichen Hemisphaere, seine Nachbarn sind Malaysia, Myanmar, Laos und Kambodscha und flankiert wird es von der Andaman Sea und dem Golf von Thailand. Das ehemalige Siam kann topographisch in das fruchtbare Zentral-Thailand, den huegeligen, bewaldeten Norden mit all seinen Bergvoelkern, dem von Menschenhand kahlgeschlagenen Nordost-Plateau und dem Suedzipfel mit seinen tropischen Regenwaeldern und den palmengesaeumten Sandstraenden eingeteilt werden. Thailand ist etwa so gross wie Frankreich, hat zwar weder einen "Gare de la France" noch einen "Place de la France" aber, auf vielen Strassenschildern steht am Ortsausgang  "Bon Voyages". Thailand ist also nicht nur ein Tummelplatz fuer Sex-Touristen, sondern auch ein Land das Agrargueter  wie Reis, Gummi, Tapioca, Fisch sowie Mais und Zucker exportiert und auf seine Industrieprodukte Computer, Microchips, Schmuck, Edelsteine, Schuhe und Textilien stolz sein darf. Thailand hat seinen Besuchern sowohl landschaftlich als auch kulturell sehr viel zu bieten. Das Angebot an herrlich schmeckenden Fruechten laesst keine Wuensche offen und seine Kueche ist nicht umsonst so beruehmt. Wer Seafood liebt, fuehlt sich hier wohl, wer aber ein richtiger Thai werden will, sollte scharfe Suppen, "tom jam", Innereien, Huehnerfuesse und Fischkoepfe schon auch moegen! "andere Laender, andere Sitten"

NORDWAERTS
Nachdem wir das Depot endlich gefunden haben, lassen wir in Phuket noch unsere Gasflaschen auffuellen. Wir haben das in Islamabad schon einmal ohne Probleme machen lassen und auch hier sind Profis am Werk. Wir passieren den Check-Point, verlassen Phuket ueber die Sarasin-Bruecke, steuern "friieda" auf den Highway Nr. 4 und tuckern gemuetlich durch die landschaftlich reizvolle Gegend. Wir fahren ueber Thai Muang, Takua Pa, Khura Buri und erreichen gegen Mittag Rangong. Die nahe der Grenze zu Burma gelegene Stadt, wurde wegen den Erzvorkommen von geschaeftstuechtigen Chinesen gegruendet und ist von diesen heute noch stark geprägt. Etwa fuenfzehn Kilometer ausserhalb der Stadt stuerzt der imposante Bunyabaan Wasserfall in die Tiefe. Die Umgebung ist huebsch, die Freiluft-Badewanne "amaechelig" und ein kleines nettes Restaurant laedt zum verweilen ein. Wir bleiben hier ueber Nacht stehen. Das von drei Frauen betriebene "Beizli" schliesst zwar gegen Abend, aber uns wird absolute Sicherheit garantiert. Wir sind allein, duschen, baden im Wildbach und geniessen die Ruhe. An Stelle der Parkgebuehr lassen sich die Ladies am Morgen danach, "friieda" detailliert vorfuehren. Sie staunen, sie sind begeistert, sie haben so etwas noch nie gesehen! Eine der Frauen will kaum noch aussteigen und reagiert auf mein Vorschlag, sie gegen Ulla auszutauschen, lachend mit; WHY NOT! Ulla hat den Handel dann aber vereitelt! In alter Besatzung gehen wir also zurueck auf den Highway Nr.4. Ab Kra Buri verlaeuft die Strasse etwa zwanzig Kilometer entlang den Grenzsteinen zu Burma bevor sie in Nong Pak Bang an die Kueste fuehrt. In Chumphon fahren wir auf der Kuestenstrasse nordwaerts und suchen am Golf von Thailand ein schoenes Plaetzchen fuer den geplanten Strandurlaub. Das ist gar nicht so einfach! Weil, oft ist kein direkter Zugang zum Strand da, er ist verschmutzt, es hat kein weisser Sand, keine Palmen oder zu viele laermige Bars in der Gegend. Nach etwa einhundertfuenfzig Kilometer  Kuestenfahrt finden wir in Ban Krud was wir gesucht haben. Ein rund zehn Kilometer langer, weisser, gepflegter, palmengesaeumter Sandstrand. An seinem Nordende liegt das Fischerdorf Ban Krud und auf dem dahinterliegenden Huegel steht unuebersehbar die fast vierzehn Meter hohe vergoldete Buddha-Statue und der eindrueckliche Tempel. Dank Ulla's "Riecher" finden wir abseits der Strasse ein ganz schoenes Plaetzchen unter Palmen, direkt am Meer. Es ist "low-season", Monsun was taeglich einen Regenschauer garantiert aber die Temperaturen sind, mit um die dreissig Grad angenehm und es sind kaum Touristen zu sehen. Wir haben unser Glueck kaum erst begriffen, tauchen Barbara und Uwe aus Deutschland auf. Das Ehepaar das wir in Malaysia kennengelernt haben, fackelt nicht lange, parkiert seinen Toyota neben uns und wir sind wieder eine Woche Nachbarn! Die fast unheimliche Stille, wird am Wochenende durch eine Frauengruppe aus Bangkok unterbrochen. Es wird gekocht, gegrillt, gelacht und natuerlich wird auch die Freizeitbeschaeftigung Nr. 1 "Karaoke" sehr intensiv gepflegt. Wir werden sowohl am Bueffet als auch vor dem Mikrophon gebeten unser Bestes zu geben. Obwohl unser Song von "Elvis" sicher nicht ueberzeugt, ist der Applaus riesig. Es ist schoen mit diesen froehlichen Menschen einige Stunden zu verbringen und sich von ihrer Spontanitaet mitreissen zu lassen. Weil Traveller dank dem Internet vernetzt sind, schoene Uebernachtungsplaetze, Sehenswertes oder sonst nuetzliche Informationen austauschen, hat auch Markus aus Luzern den Weg nach Ban Krud gefunden. Der alleinreisende "Fuenfziger" hat die bereits abgereisten Barbara und Uwe ersetzt, uns wieder einmal "schwizerduetsch" reden lassen und uns News aus Malaysia mitgebracht.
Am Tag nach der Bundesratswahl fahren wir nach Hua Hin und kaufen im "TESCO", einem Shoppingcenter wieder einmal ein. Hier kriegt man fast alles was man sich leisten kann. Nur, wie man uns an der Kasse mitteilt, Alkohol erst nach 17.00 Uhr. Es ist erst 14.30 Uhr und der verfuehrerische Chilene auf dem Band zur Kasse ist blockiert! Nichts geht mehr, es wird diskutiert, aber weil wir in Thailand und weil "die Wege des Herrn" hier oft unergruendlich sind wird ploetzlich eine Loesung gefunden! Wir erhalten um 14.30 Uhr Alkohol muessen aber mehr als zehn Liter einkaufen! Seitdem hat "friieda" einen Weinkeller! In Hua Hin bezahlen wir auch unsere erste Busse auf dieser Reise. Ein verbotener U-turn hat uns eintausend Bhat gekostet und das Monats-Salaer des Polizisten sicher merklich verbessert.
Unsere naechste Station ist der schwimmende Markt von Damnoen Saduak. Wir lassen uns in den Morgenstunden durch die Klongs paddeln und beobachten das bunte Treiben auf dem Wasser. Der Bootsfahrt folgt ein laengeres Schlendern ueber den Markt, aufmerksames, kurzweiliges Beobachten und ein kulinarisches Vergnuegen am Klong direkt ab Boot. Am Abend schauen wir uns ca. fuenfzig Kilometer weiter noerdlich ein seltenes Naturschauspiel an. Kurz vor Sonnenuntergang fliegen hier taeglich mehrere Millionen Fledermaeuse in einer schier endlos scheinenden Formation aus der Kangkao-Chongpran-Hoehle und gehen auf Nahrungssuche. Das faszinierende Spektakel dauert mehr als eine halbe Stunde und die Masse der sensiblen, "radargesteuerten" Flatterer faerbt zeitweise den Himmel. Wir verzichten bewusst auf den Besuch der nahe gelegenen "Bruecke am Kwai" mit all den Gedenkstaetten an ehemalige Greueltaten und gehen direkt nach Nakhon Pathon wo das hoechste buddhistische Bauwerk der Welt steht. Der Prah Pathom Chedi ist einhundertzwanzig Meter hoch und von einem kreisfoermigen Wandelgang umgeben der an seiner Aussenseite mit zahlreichen Buddhafiguren versehen ist. Ein absolut lohnender Besuch, ein "Muss" in dieser Gegend!

AYUTHAYA
Die ehemalige Hauptstadt Siams muss um 1350-1750 wohl die beeindruckendste Stadt Asiens gewesen sein. Mehrere Koenige verschiedener Dynastien haben Ayuthaya geprägt bis sie Mitte des achtzehnten Jahrhunderts von den Burmesen voellig zerstoert wurde. Die etwa siebzig Kilometer von Bangkok entfernte Stadt ist seit 1991 UNESCO Weltkulturerbe und seine Ruinen lassen den Glanz und Ruhm der einst prachtvollen Stadt heute nur noch erahnen. Wer sich fuer Kunst, Architektur und Geschichte interessiert wird von Ayuthaya begeistert sein. Aber auch fuer Kunst- und Geschichtsbanausen wie wir, ist es schoen mit einen alten Miet-Velo durch die Stadt und Parks von einem Tempel zum andern zu radeln, zu traeumen und sich vorzustellen, was sich hier einst abgespielt hat. Traeumen und schwaermen ist ja schoen und gut, es reduziert aber offensichtlich die Wahrnehmung zur Realitaet und dies kann in Thailand fatale Folgen haben!. Dass Langfinger an Touristenorten oft leichte Beute haben ist bekannt und obwohl wir jetzt schon einige Zeit unterwegs und "weiss Gott" keine Anfaenger mehr sind, haben wir uns vor lauter traeumen als solche benommen und uns hier leichtsinnig unser Geld, die Paesse und die Kreditkarten abnehmen lassen!  Kein Geld, keine Identitaet, kein Visum! In wenigen Sekunden vom Traveller zum "sans Papiers"!
Wir sind nun in Bangkok und versuchen mit Unterstützung unserer bewaehrten Basis daheim und der Schweizer Botschaft vor Ort, uns neu zu organisieren und einen Weg zurück in die Legalität zu finden!

Aus Bangkok gruessen die "Papierlosen"
Ulla & Kari,