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ABSCHIED VON MALAYSIA
Es ist komisch! Obwohl uns Malaysia anfaenglich nicht so sehr beruehrt hat, faellt es uns nun schwer, vertraute Orte, bekannte Gerueche und uns lieb gewordene Menschen zu verlassen. Ulla bepflanzt in den letzten Penang-Tagen noch ein verlassenes Plaetzchen in Hanny und Akbars Gaertchen und pflegt die vernachlaessigten Pflanzen ihres bescheidenen Restaurants. Wir lassen uns das Ergebnis von Akbars Kochkunst ein letztes Mal auf der Zunge vergehen, tauschen kleine Geschenke aus und winken uns dann unter Traenen solange zu, bis wir uns aus den Augen verlieren. Noch eine letzte Fahrt ueber die imposante, fuenfzehn Kilometer lange Bruecke zwischen George Town und Butterworth, ein wehmuetiger Blick zurueck und ab, nordwaerts auf die Autobahn. Auf der Fahrt zur Grenze stoppen wir noch einmal in Alor Setar und uebernachten wieder vor der, 1912 fertig gestellten, wunderschoenen Zahir Moschee. Hier in der Hauptstadt des Bundesstaates Kedah, hoeren wir bewusst noch einmal Muezzins Aufruf zum Gebet! 

WELCOME IN THAILAND
Am 13.02.2010 gehen wir in Sadao ueber die Grenze. Wir bezahlen nicht mehr mit Ringitt sondern mit Baht, sehen anstelle der Moscheen nun Buudhistische Tempel, das Bier ist billiger und der Diesel teurer. Wir sind wieder in Thailand!
Wir haben die Gegend um Krabi, die zum Phi Phi National Marine Park gehoert, bisher noch nicht gesehen und holen dies auf unserer zweiten Fahrt nach Bangkok nach. Die Straende um Krabi sind langgezogen, flach mit weissem Sand bedeckt und vielleicht dank den skurrilen, aus dem Wasser ragenden Felsformationen so sehr bekannt. Heute tummeln sich besonders um Krabi und Ao Nang hunderte von Touristen, lassen sich zu den vorgelagerten Inseln fahren, klettern an den praechtigen Waenden, baden im klaren Wasser oder "suennele" ganz einfach. Wir installieren uns drei Tage am weniger frequentierten Noppharat Thara Beach, spielen mit den neugierigen Zebrafischen sitzen im Schatten, lesen und geniessen am Abend die Ruhe am verlassenen, einsamen Strand. Hier hat Ursula Andress 1962 im Film "James Bond jagt Dr. No" als Muscheltaucherin der Welt bewiesen, dass in Ostermundigen nicht nur das Gemüse gut gedeiht!
Auf dem Weg nordwaerts wollen wir unseren alten Standplatz in Ban Krud noch einmal besuchen. Unser Gastgeber, ein Thailaender mit indischen Wurzeln freut sich auch uns wieder zu sehen und begruesst uns herzlich mit: "Welcome back in Ban Krud" Hier spueren wir die kleinen Unterschiede mit grosser Wirkung! Thai's haben meist wenig Geld aber viel Zeit, Westler haben oft viel Geld aber keine Zeit und wir schlucken die Kroeten am Arbeitsplatz, die Thais geniessen sie gegrillt zum Mittagessen! Wir wollen hier eigentlich nur eine Nacht unter den Palmen am unendlich langen Sandstrand verbringen, bleiben aber dann doch zwei Tage laenger. In Ban Krud ist es dank der fehlenden Infrastruktur fuer den Massentourismus noch schoen! Wir verlassen die Idylle in der Provinz "Prachuap khiri khan" und steuern "friieda" auf der N 4, ueber Hua Hin zuegig Bangkok entgegen.

BANGKOK
Unser Guest House, Penpark Place liegt in der Naehe des Rivers und der Anlegestelle Nr. 13, also verkehrstechnisch gut, hat einen grossen, bewachten Parkplatz, ein kleiner Garten fuer's Fruestueck, ein Rooftop zum entspannen und es ist auch fuer uns bezahlbar! Wir sind hier schon fast zuhause! Beim dritten Besuch in Thailand's Metropole haben wir einige wichtige Dinge zu erledigen. Allein der E-Visa-Antrag fuer Australien ist eine mehrstuendige Aufgabe die Konzentration und ein intensives Studium der Homepage der "Australien Immigration" erfordert. Sind dann die ausgefuellten Formulare im Netz, kommt postwendend die Auforderung zu einem weiteren Download dem wir entnehmen, dass wir uns in einem Spital in Bangkok durchleuchten lassen muessen. Wir waren zu lange in Indien und den Einwanderungsbehoerden scheint es deshalb wichtig, uns auf Tuberkulose untersuchen zu lassen. Wir waehlen aus der Liste ein, der Immigration genehmes Hospital aus, vereinbaren ein Termin und lassen uns bestrahlen! Das Resultat ist zum Glueck,  "no active chest disease"
Die "Aussie's" erteilen uns ein par Tage spaeter das E-Visa 676, mit mehrmaligem Eintritt, wobei uns jede Einreise die vor dem 02.03.2011 erfolgt wieder zu einem zwoelfmonatigen Aufenhalt in "down under" berechtigt! Freude herrscht! Wir beginnen mit der Organisation der Verschiffung, holen Adressen im Web, mailen wie die Wilden und erhalten prompt drei, vier interessante Offerten. Drei Agenturen besuchen wir, fahren, gehen, lassen uns chauffieren und suchen die meist im fuenfzehnten oder sechszehnten Stockwerk eines Hochhauses etablierten Bueros! Natuerlich liegen sie nicht im gleichen Stadtteil. Wir lernen in diesen Tagen Bangkok noch besser kennen! Draussen ist es 35 ° Celsius, die Luftfeuchtigkeit ist unglaublich hoch, der Strassenlaerm nervt und die Ozonwerte sind bestimmt jenseits von gut und boese!  Beim dritten Anlauf werden wir an der Sukhumvit Road im Bangkok "Business Center Building" auf Schweizerdeutsch wie folgt begruesst: "Aha, der sid vo der "friieda"! Haerzlich willkomme, e be der Patrik"! Obwohl er teurer ist als der thailaendische Mitbewerber haben wir "Patrik" den Zuschlag gegeben. Entschieden hat seine Kompetenz und das uns positiv begleitende Bauchgefuehl. Ein weiterer Botengang ist der Besuch beim "Custom". Fuer den so wichtigen Stempel auf unserem Zollpapier fuer "friieda" muehen wir uns einen halben Tag ab!  Treppe rauf, Treppe runter, am Schalter vierzehn anstehen, ein Formular ausfuellen, dann unterschreiben sich hinsetzen und warten! Warten, dem Treiben in den Gaengen zuschauen, warten, warten und bei jedem Augenkontakt, bitte laecheln! Was lange waehrt, wird endlich gut. Unser Papier ist gestempelt und "friieda" somit bis Mitte April legal im Lande!  Nun muessen wir auf der Schweizer Botschaft noch unsere Post abholen. Dort liegt fuer uns das Carnet de passage und die neue Kreditkarte von daheim. Das geht dann ohne grosse Formalitaeten und relativ schnell. In all dem Trudel laeuft Ulla's geplante Sanierung der Beisserchen. Die Behandlung im International Hospital "Bumrungrad" verlaeuft gut. Die Leute leisten soweit wir das beurteilen koennen perfekte Arbeit und stimmen uns zuversichtlich. Zwischen der Buerokratie und dem Spital liegt immer wieder ein Stadtbummel, eine Kaffepause an der Petchburi Road oder am Siam drin und das kulinarisch vielfaelltige Angebot lassen wir auch nicht einfach so ungenutzt an uns vorbeiziehen. Am Abend geniessen wir meist etwas Feines aus einer der unzaehligen Strassenkuechen der Grossstadt und goennen uns ein "Chang" (eine Flasche einheimisches Bier) Hochsaison heisst aber leider auch, ade gemuetliches Bangkok!  Die Khaosan Road ist von Touris aus aller Welt ueberfuellt und die Guest Houses voll belegt. Das spueren wir natuerlich auch in der Sam Sen Road, Sam Sen, Soi 3 ! Es ist eine Generation aus allen Erdteilen unterwegs die trotz Highschool, eine Dusche nicht von einem Pissoir unterscheiden kann und das Ding, das wir "Alten",  Tuerfalle nennen, ignoriert. Sie geben der Tuere mit den Fuessen oder dem Allerwertesten einen heftigen Stoss und lassen sie zu jeder Tages- und Nachtzeit kraeftig ins Schloss knallen. Die "Wunschkonzert-Generation" kennt zwar weder Respekt noch Ruecksichtnahme, reagiert zum Glueck auf unsere Hinweise aber meistens positiv!

WIR TREFFEN ALTE BEKANNTE
In Bangkok treffen wir Yvonne und Bruno die wir schon in Islamabad, in Hampi und in Chennai getroffen haben. Die beiden sind mit ihrem Buesli "Bedford" fast gleich lang unterwegs wie wir mit "fiieda". In Indien haben sich unsere Wege getrennt. Sie gingen fuer ein Jahr nach Australien und wir nach Suedostasien und nun wollte der Zufall, dass wir uns in Bangkok wieder treffen! Yvonne und Bruno gehen nun ueber Japan, Russland, die Mongolei usw. zurueck nach Hause. Obwohl beide leidenschaftliche "Reisefuedli" sind, freuen sie sich auf ihr Daheim im luzernischen Wohlhausen. Auf der Heimfahrt werden sie aber sicher noch die Kirschbaumbluete in Japan, die unendlichen Waelder Russlands und die Einsamkeit und die Ruhe der Mongolei intensiv geniessen. Wir haben mit Yvonne und Bruno ein par schoene Tage verbracht, danken ihnen dafuer, wuenschen allseits gute Fahrt und hoffen, dass wir uns irgendwann, irgendwo wieder treffen!

Wir sind zur Zeit in Kambodscha!

Darueber berichten wir ca. Ende April. Bis dann gruessen herzlich.
Ulla & Kari