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TASMANIEN
Australiens kleinster Bundesstaat liegt cirka 240 km suedlich von Melbourne. Weil auf der Insel, die einiges groesser ist als die Schweiz, nur etwa eine halbe Million Menschen leben, sind grosse Teile des Landes noch unberuehrt und wild. Nationalparks schuetzen die teils spektakulaeren Landschaften, die Pflanzen und die Tierwelt noch, vor der Gier des "Homo sapiens"!
Am 03.01.2011 bringt uns das Faehrschiff "Spirit of Tasmania", beladen mit 1000 Menschen und 350 Fahrzeugen, bei schoenstem Wetter und ruhiger See in neun Stunden von Melbourne nach Devonport. Wir geniessen die Ueberfahrt, studieren Prospekte, den Reisefuehrer und alle anderen Unterlagen die wir ueber das, so viel geruehmte Eiland in der Tasmanien See zur Verfuegung haben. Es ist aufregend! Wir sind zum ersten Mal mit "friieda" auf einem grossen Schiff, sehen zum ersten Mal rings um uns waehrend Stunden nur Wasser und erleben als kroenender Abschluss auf Deck eine eindrueckliche Hafeneinfahrt bei untergehender Sonne. Kaum an Land ist ausgetraeumt. Die Buerokratie hat uns wieder! Eine Dame vom "Quarantine Office" kontrolliert "friieda" und bevor wir es richtig merken, sind unsere feinen Aussie-Kartoffeln im grossen Tassie-Abfallkuebel. Bitte nicht gruebeln! Das ist hier Vorschrift und Vorschriften sind da, um eingehalten zu werden. Welcome in Tasmanien!
Ab dem 04.01. folgen wir Anne's Route. Diese fuehrt uns zuerst in den, an der Nordkueste, unweit von Devonport gelegenen Narawntapu NP. Die sanfte Ebene mit dem kleinen See ist ein Naturparadies, ein Erholungsgebiet, sie ist Heimat vieler Tiere und wird zu Recht die "Serengeti of Tasmania" genannt. Pademelons und Bennetts Wallbies besuchen uns im Camp, grasen direkt neben "friieda" und die "knuddeligen" Wombats lassen sich auf den abendlichen Rundgaengen aus naechster Naehe beobachten. Die anderen National Parks entlang der Ostkueste beeindrucken vor allem durch ihre grossartigen, kilometerlangen, weissen Sandstraende und die Fahrten ueber Land sind Gelegenheiten das Innenleben der schoenen Insel kennenzulernen. Die huegelige Landschaft erinnert an das Allgaeu, an den Schwarzwald, an die hohe Tatra und manchmal sogar an das Appenzellerland. Allerdings sind hier die Menschen groesser, die Hunde haben kein "Ringelschwaenzchen" und die Kirschen werden im Januar geerntet! Hier gibt es ein Interlaken mit "Swiss Chalets" und einige andere Baustile lassen die Herkunft der Einwanderer auch nur unschwer erkennen. Genuegend Wasser und ein gemaessigtes Klima sorgen fuer saftiges Gras auf den herrlichen Weiden, Getreide, Gemuese und Obst gedeiht zur Freude der Farmer praechtig und die Rebberge scheinen ihre Besitzer auch nicht am Hungertuch nagen zu lassen. Die Infrastruktur fuer Camper ist zum Teil noch besser als auf dem Festland und im Vermarkten ihres Staates sind die Tassie's mindestens so gut wie die Aussie's. Was in der suedoestlichen Ecke als touristische Attraktion verkauft wird, laesst zumindest auf ein beneidenswertes Selbstvertrauen schliessen! Die an der Touristenstrasse liegende Mienenstadt Queenstown, ist sogar ein abschreckendes Beispiel menschlichen Wirkens. Ein absolutes Highlight ist dagegen, die schoene und sehenswerte Gegend um Cradle Mountain. Das zum Weltnaturerbe gehoehrende Gebiet ist ein absolutes Muss, auf jeder Tassie-Reise! Wir vergnuegen uns einen ganzen Tag bei schoenstem Wetter in der herrlichen Bergwelt, wandern um den Lake Dove und koennen uns an der grossartigen Vegetation kaum satt sehen. Der Mix aus bluehenden Straeuchern, maechtigen alten Baeumen und all den anmutenden Graeser am Ufer des Bergsees ist eine Augenweide. Das stillvoll angelegte, kilometerlange Wanderwegnetz des Cradle Valley's, fuehrt entlang eines wilden, natuerlichen Baches, ueber sensationelle Blumenwiesen sowie durch ein einzigartiges Hochmoor. Es verdient Respekt, Anerkennung und erhaelt von uns ohne zu zoegern, die Bestnote! Die Kueste im Nordwesten ist alleweil eine Reise wert und fuer das huebsche Staedtchen "Stanley" sollte man sich genuegend Zeit nehmen! Wir schliessen unsere Tour durch Tasmanien im Narawntapu NP ab, gehen in der so beruhigend wirkenden Gegend spazieren und beobachten nochmals die friedlich grasenden Wombats!       Am 31.01.2011, an "klein Bruder" Ruedis Geburtstag, bringt uns die "Spirit of Tasmania" sicher zurueck nach Melbourne.

FREUDE HERRSCHT
Die Jungpensionaere Hedi und Werner aus Adligenswil sind 40 Jahre verheiratet und feiern ihre Ausdauerleistung mit einer laengeren Reise durch Australien. Weil Werner ein Reiseprofi ist, plant er ihre zweite Hochzeitsreise minunzioes genau, bucht Mietwagen im Voraus und reserviert an neuralgischen Orten die Hotels. Deshalb wissen wir schon ziemlich lange, dass wir die beiden in Bicheno, an Tasmanien's Ostkueste treffen werden. Freunde von Zuhause trifft man auf einer solchen Reise nicht jeden Tag! Wir sind aufgeregt! Damit ja nichts schief geht, sehen wir uns die Oertlichkeiten am Vortag des vereinbarten Treffens schon mal an, ziehen uns an den Strand zurueck und fiebern dem Grossereignis entgegen. Es hat sich gelohnt. Die Stunden mit Hedi und Werner sind schoen. Sie erzaehlen von daheim, wir reden uebers Reisen, verhandeln die Aussie's und diskutieren ueber "Gott und die Welt". Leider spielt das Wetter in diesen Tagen verrueckt. Es regnet in Stroehmen, St.Helens ist bereits nicht mehr passierbar. Noch eine feuchte Nacht und der Tasman Highway suedlich von Bicheno wird auch geschlossen und Hedi und Werners Rueckflug waere gefaehrdet. Deshalb verschieben wir uns unverzueglich nach Hobart. Die letzten gemeinsamen Stunden auf der suedlichen Halbkugel verbringen wir bei einem Glas Rotwein und ein par versoehnlichen Sonnenstrahlen auf dem "Salamanca Place" in Tassies sympathischer Hauptstadt. Der Abschied tut weh! Aber, die zu kurze Begegnung war intensiv und herzlich und wir werden sicher noch lange davon zehren!
 
REISEBEKANNTSCHAFTEN
Wenn zwei eine groebere Reise tun, eroeffnen sie gerne eine Website, veroeffentlichen Berichte und Bilder ihrer Erlebnisse und lassen Interessierte teilhaben. Heissen die beiden unternehmungslustigen Walser und Fischer, ist es fast logisch, dass sie ihre Website, www.wal-fisch.ch nennen. Wir haben Ursula und Armin erstmals in Indien getroffen, waren immer per Mail in Kontakt und nun sehen wir uns wieder, bei 43° auf der suedlichen Habkugel. Klar, haben wir uns viel zu erzaehlen, die "Walfisch's" haben, obwohl sie ja auch nicht mehr Zwanzig sind, mit ihrem 4x4 Toyota einige ganz verrueckte Outbackfahrten absolviert. Dass sie nicht nur wilde Touren ueber Stock und Stein machen, sondern auch kochen und gute, angenehme Gastgeber und Gespraechspartner sein koennen, beweisen uns Ursula und Armin auf dem Campingplatz in Hobart. Sie bewirten uns fuerstlich, das Essen ist vorzueglich und die Bierflasche, Armin's moderner Kartoffelstampfer, zeugt von Outback-Erfahrung! Danke euch Beiden und allseits gute Fahrt!
Franzoesischer Charme und ansteckende, ueberschaeumende Begeisterung erfahren wir am Bradys Lake. Valéry und Daniel sind schon fuenf Jahre unterwegs, ihre Hilfsbereitschaft ist super und Valéry's Erzaehlungen ueber Suedamerika sind so lebhaft, dass wir am liebsten gleich hinfahren moechten. Sie geben uns Adressen und schwaermen in schnellem, nicht immer leicht verstaendlichem Franzoesisch, von Argentinien, Chile, Peru und von Brasilien. Weil Valéry und Daniel in Tasmanien ein gedraengtes Programm haben, muessen sie sich leider rasch wieder von uns verabschieden. Wer weiss, vielleicht sehen wir uns irgendwo unterwegs wieder. Weiterhin viel Spass und herzlichen Dank fuer die erfrischende Begegnung.
Von Barbara und Roger haben wir schon einige Male berichtet. Die in Australien lebenden "Aargauer" haben wir im Norden gesehen, sie haben uns in Melbourne zum Silvester-BBQ zu Freunden mitgenommen und nun, sehen wir sie in Tassie wieder. Barbara und Roger haben in White Cliffs ein "Dugout", ein Haus unter dem Boden, auch Hoehle genannt, gekauft und damit weite Teile ihrer staedtischen Bekanntschaft geschockt. Deshalb dreht sich nun einiges um das neue Heim in der Wueste. White Cliffs liegt jenseits von "Gut und Boese", im australischen Outback, cirka 300 km vom naechsten vernuenftigen Laden entfernt, die Nachbarn sind Opal-Puddler und wohnen auch im kuehlen Erdreich. Natuerlich hat White Cliffs als Wohnoert auch Vorteile! Hier kann man den Sternenhimmel ungestoert beobachten, weil es so heiss ist waechst kein Gras, also muss man den Rasen nicht maehen und weil Sex der einzige Verkehr ist, der dort draussen stattfindet, wird man bestimmt nicht von einem Auto ueberfahren! Barbara und Roger haben seltene, aber grosse Plaene! Wir wissen, sie werden ihr Heim langsam und sanft umbauen und Barbara wird ihr neues Zuhause bestimmt heimelig einrichten! Viel Glueck, ihr "Wuestenfuechse" und machets guet!

WETTERBERICHT
Ein kraeftiges Tiefdruckgebiet, begleitet von starken Winden und heftigen Regenfaellen beherrscht seit Wochen die Ostkueste des Landes und hat weite Teile von Queensland und nun auch von Victoria buchstaeblich lahmgelegt! Die schrecklichen Bilder sind bereits um die Welt gegangen. Gleichzeitig herrscht im  Suedwesten des Landes bei sommerlichen Temperaturen seit Wochen herrliches Kaiserwetter welches Trockenheit und bereits erste Buschfeuer zur Folge hat.
Nun, wir sind mobil und den extremen Wetterverhaeltnissen bisher erfolgreich ausgewichen. Uns gibt es also noch! Wir haben noch keine Schmimmhaeute und gehen auch nicht mit dem Schnorchel und der Taucherbrille ins Bett. "friieda" steht unter dem Einfluss eines ausgedehnten Hochdruckkeils und es sind keine Anzeichen fuer ein Wechsel der allgemeinen Hochwetterlage in Sicht!

Es gruessen herzlich,
Ulla & Kari



 
 

   

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