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MEXIKO
Ein Land mit einer grossartigen Geschichte. Ein Land mit Wuesten, schneebedeckten Vulkanen, subtropischen Regionen, mit fantastischen Straenden, mit der Sierra Madre und konstant blauem Himmel. Ein Reise- und Gastland mit einem etwas zweifelhaften Ruf, aber mit Kulturstaetten der Mayas und der Azteken, architektonisch bemerkenswerten Bauten juengeren Datums und einigen weltberuehmten Museen. Mexiko verkoerpert Lust und Lebensfreude. Durch seine Gassen ziehen oft Duefte aus exzellenten Kuechen und in der Luft liegt stets rhytmische Musik. So, oder  aehnlich steht es zumindest in unserem Reisefuehrer!

TECATE
Die Geschichten die wir in den letzten Wochen ueber Mexiko gehoert haben, sind bunt, sehr kontrovers, von voellig begeisternd bis abschreckend. Also, nichts wie hin um sich ein eigenes Bild zu verschaffen! Vorher lesen wir aber noch einige Reiseberichte, lauschen den enthusiastischen Schilderungen anderer Travellers und begegnen rassistischen, unqualifizierten Aeusserungen eher skeptisch. Beim amerikanischen Automobilclub besorgen wir uns noch eine Haftpflichtversicherung fuer Mexiko und dann geht es von San Diego nach Tecate. Wer die Baja California faehrt, kann die Grenze in Tijuana oder im etwa 30 km entfernten Tecate ueberqueren. Uns ist der kleinere Grenzuebergang sympathischer! In Portrero beziehen wir das letzte Nachtlager in Amerika und steuern "friieda" am Samstag, den 24.09.2011 mit etwas gemischten Gefuehlen Tecate entgegen. Die Grenzformalitaeten gestalten sich aber widererwarten unproblematisch. Die Amis stempeln "friieda's" Zollpapiere ab und der nette Mexikaner erledigt die Immigration in "Nulltime". Die Banken sind zwar am Samstag geschlossen aber die zu berappende Visagebuehr koennen wir auch spaeter irgendwo unterwegs begleichen! Ein freundliches Laecheln, eine einladende Handbewegung und dann heisst es " buen viaje"

BAJA CALIFORNIA
Die Baja California ist eine cirka 1000 km lange Landzunge zwischen dem Pazifik und dem Golf von Kalifornien und teilt die Reisenden gerne in zwei Gruppen. In die "Na ja" und in die "Baja-Fans". Die Mex I, die einzige geteerte Strasse von Tijuana bis La Paz hat besonders auf der Baja Sued einiges zu bieten. Wir schaffen es am ersten Reisetag bis San Quintin, stoppen zwei Tage am Strand von "Bahia de los Angeles" und erledigen in Guerrero Negro ein par geschaeftliche Dinge. Hier, in der Lagune am Pazifik sind im Winter die Grauwale aus naechster Naehe zu bewundern. Klar haben wir gehofft, dass sich einige der grossen Fische bereits Ende September an ihre Brutstaette verirrt haben, aber dem ist nicht so! Dafuer treffen wir in Guerrero Negro die inspirierende Familie Lohle aus Holland. Das Unternehmerehepaar hat ihre Firma mit ueber 80 Angestellten fuer ein Jahr dem leitenden Personal ueberlassen. Sie haben in dieser Zeit kein Kontakt mit der Fuehrungscrew, dafuer schenken sie  ihr Respekt und Vertrauen und teilen mit ihr den erarbeiteten Gewinn! Es gibt sie also noch, die richtigen Unternehmer!  Wir wuenschen Eveline und Patrick und ihren drei schulpflichtigen Kindern auf dem Weg nach Argentinien viel Spass und Freude, ein Haufen toller Erlebnisse, vor allem aber,  "save travel". Die Fahrt ueber die Baja, die Wuesten, das huegelige, felsige Gelaende, die imposanten Saguaro's, die Palmenoase mit San Ignazio, die Doerfer San Rosalio, Mulegé und dann die Bahia Conception mit den traumhaften Straenden am Golf sind ein par gute Gruende ueber die Baja California zu fahren. Sie ist auch ein beliebtes Winterquartier fuer aeltere Kanadier und Amerikaner die jaehrlich der kalten Heimat entfliehen und in La Paz, in Todos Santos oder in Cabo San Lucas ein par Monate das Meer und die Sonne des Suedens geniessen. Fuer uns ist klar, dieser Teil Mexikos lebt von seinen beruehmten Sandstraenden mit dem kristallklaren Wasser. Wer wie "Robinson" einmal ein par Tage eine Traumbucht fuer sich alleine haben will, muss mit dem "Womo" ueber die Peninsula fahren. Wir meinen, man darf die Baja auf einer Weltreise nicht auslassen!

EL REQUESON
Die Bahia Conception ist eine cirka 40 km lange Bucht. Sie liegt suedlich von Mulegé am Golf von Kalifornien und beherbergt wohl die schoensten Straende der Baja. Die Perle der vielen traumhaften Beaches ist fuer uns "El Requeson". Auf der, sich cirka 300 Meter ins Meer hinausziehenden Sandbank stehen sieben schattenspendende, mit Palmenblaetter bedeckte Haeuschen, sogenannte "Palapas" und vom 02.-14.10.11 auch "friieda"
Unser Palapa ist schnell dekoriert! Muscheln und Schwemmholz muessen zum Basteln herhalten und der kleine Topf mit Pfefferminze steht am Eingang zum Wohnzimmer! Der Besitzer der Trauminsel, ohne Strom und Frischwasser, heisst Franzisko und wohnt im 40 km entfernten Mulegé. Das hindert ihn aber nicht, uns schon am zweiten Tag ein Fass mit Frischwasser zu bringen und unsere mexikanische Villa somit in ein "Palapa" mit Bad zu verwandeln. Es ist einfach traumhaft hier! Um 7 Uhr in der Frueh, raus aus der "friieda" und rein ins glatte, blaue Meer. Duschen aus der Tonne, anschliessend 2 Stunden Fruehstueck mit einem ungewoehnlich schoenen Blick auf das Meer. An ganz auserwaehlten Tagen spielen die Delfine in der Lagune und demonstrieren ihre Glueckseligkeit. Wir sitzen dann einfach staunend da und geniessen. Derzeit beschaeftigt uns auch Stieg Larssons "Trilogie", eine faszinierend erzaehlte, gesellschaftskritische Geschichte. Drei Buecher, ueber 2000 Seiten, ein Lesevergnuegen! Nach so viel Krimi und ganz allein am Strand in Mexiko sind wir froh ein einfaches, aber zweckmaessiges Sicherheitsdispositiv zu haben. Weil Hunde ihre Sponsoren nie im Stich lassen, fuettern wir einen ausgehungerten, herrenlosen Vierbeiner und schliessen nachts "friieda's" Tueren.
Manchmal verirren sich auch andere Touris oder Einheimische auf die verfuehrerische, weisse Zunge die so auffallend, so provokativ ins tiefblaue Meer hinausragt. Dann, muessen auch wir der Ordnung halber und der Gesellschaft zu Liebe jeweils fuer kurze Zeit die Badehosen montieren! Das tun wir aber gerne weil Mexikaner sehr gesellig sind und sie uns beibringen wie man Muscheln taucht, wie man sie oeffnet, reinigt und roh, direkt aus der Schale "schluerft" oder sie in einer feinen "Salsa" mit Chips serviert. Das sind dann die Momente in denen man hofft, diese Reise moege kein Ende haben. Wuerde es unsere Familien und die vielen lieben Menschen daheim, wuerde es die "Tschingle" das "Chamsaessli" und den Kleinberg nicht geben, El Requeson waere tatsaechlich eine Alternative!

MULEGÉ - LA PAZ
Auf dem Weg nach La Paz machen wir im ehemaligen Fischerdorf Loreto drei Tage Pause. Die auffallend gepflegte, saubere Ortschaft am Golf hat sich dem Tourismus verschrieben und tut nun alles, um die Amerikaner und Kanadier die nicht mehr so zahlreich auf die Baja kommen, irgendwie auf sich aufmerksam zu machen. Wir pflegen uns auf dem Camping im Zentrum und lassen uns von "Hannes" in seinem 4X4 die Gegend zeigen. Der alleinstehende Ami ist froh ueber unsere Gesellschaft und wir ueber seine Ortskenntnisse. Er zeigt uns die neue Strandpromenade, Einkaufsmoeglichkeiten und einige typisch mexikanische "Fressbeizli". Lulu, eine Frau mit starken Hueften und einem sympathischen Laecheln serviert uns dann auch unsere ersten "Tacos". Wir wissen zwar nicht genau was wir bestellen, vertrauen aber auf "Lulu's" langjaehrige Erfahrung. Sie bringt frittierten Fisch, Tortilla und auf einer Platte diverse Salsa's, Salate, Zwiebeln und dazu ein Serveza. Pikant, exzellent und gar nicht teuer!Unsere naechste Station ist La Paz. Eine Stadt mit 120'000 Einwohner, einer gepflegten Strandpromenade, einem alten Stadtteil, modernen Hotels, ueppigen Villen und am Eingang aus dem Boden schiessenden Einkaufszentren. Amerika laesst gruessen! Hier treffen wir Thomas der mit seinem Toyota auch auf dem Weg nach Patagonien ist! Gemeinsam verbringen wir zwei nette Tage, reden ueber unsere Reisen und tauschen Erfahrungen aus. Wir hoffen, den unter "Zürcher-Flagge" fahrenden, sympathischen Landsmann auf dem Weg in den Sueden irgendwo wieder zu treffen.

TECOLOTE
An diesem wunderschoenen Sandstrand, etwa 30 km ausserhalb von La Paz, erleben wir zwei verschiedene Mexiko. Wochentags ist es hier ruhig. Tagsueber kommen ein par Besucher und abends sind wir ganz alleine! Ab und zu besucht uns Ronaldo, ein kolumbianischer Gastarbeiter der auf seine Maria und die "Ninos" daheim, gelegentlich einen kraeftigen Schluck Ruhm nimmt. Dann setzt er sich singend in den Sand und traeumt oder er besucht die "Suizas". Er weiss, dass Victorinox aus dem Alpenland und die edlen Parfuems aus "Francia" kommen und sein bester Freund ist Karl-Heinz aus Muenchen. Schade nur, dass unsere Spanischkenntnisse noch so lausig sind!    
Am Wochenende ist dann aber fertig lustig und aus mit der Ruhe! Mexikaner fahren ihre ueberdimensionierten Pickups mit Hund, Kind und Kegel an den Strand. Dann werden prallgefuellte Kuehlboxen, Tische und Stuehle ausgepackt, ein Bier wird geoeffnet und der Radio sofort auf die groesst-moegliche Lautstaerke gestellt. Die um die Wette scheppernden, billigen Lautsprecher verkoerpern dann nicht nur Lust und Lebensfreude wie es der Reisefuehrer verspricht! Ohrenbetaeubender, ruecksichtsloser Laerm und Typen die mit ihren Toyotas und Chevi's den Strand abfahren und hinter den dunklen Scheiben nach "Frauenfuedlis" Ausschau halten, ist hier wohl Wochenend-Standard. Belehrungen liegen in einem Macho-Land in dem bereits die Kastration eines Katers als Angriff auf die maennliche Bastion gewertet wird, nicht drin!  Also, sei still "Gringo"!

Cordiales saludos y hasta luego,
Ulla & Kari