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FANTASTISCH
Von der Cordillera Blanca fahren wir in einem Tag zurück an die Kueste. Das heisst von der Hochebene auf 4200 m und der praechtigen Kulisse mit ewigem Eis und Schnee, zurueck in die Wueste, zu Sand, Duenen und Staub. Aber auch das hat sein Reiz! Wo nichts waechst kommen die Farben der Sandduenen und die Weite der unendlich scheinenden Ebene ganz besonders zur Geltung und die sehr gute, richtungsgetrennte Fahrbahn der Panamericana fuehrt wie eine Geisterbahn durch die Wueste. Wir lieben die stundenlangen Fahrten durch die Einoede. Manchmal wird die Einsamkeit durch Ortschaften oder Gruenflaechen unterbrochen weil Wasser zur Verfuegung steht. "Agua es Vida" ! Im Nationalpark "Lomas de Lachay" halten wir an und machen ein paar Tage Pause. Nur unweit der Kueste, dem Sand und Staub, ist dieser Park mit seiner seltenen Vegetation eine gruene Insel inmitten von Nichts. Hier scheint die Sonne nur 4-5 Stunden pro Tag und verdraengt den sonst hartnaeckigen, dichten und Feuchtigkeit bringenden Nebel fuer eine Weile. Es ist sonderbar ueber die gruenen Huegel des Parks zu gehen und in die eintoenige Ebene aus Sand zu blicken und etwas weiter entfernt dem Spiel der Wellen des Pazifiks zuzusehen.    "Lomas de Lachay" ist auch ein Platz fuer Ruhe und Erholung suchende Menschen aus Lima. Sie kommen am Wochenende in Scharen in den Park zum Picknick oder zum Campen und sorgen fuer Unterhaltung. Uns hat es Spass gemacht. Wir haben jetzt auch "Amigos" in Peru.
Die Durchfahrt durch die 10 Millionen Stadt Lima geht ueberraschend gut ueber die Buehne und von Ica bis Nasca brauchen wir genau ein Tag. Peru ist vielseitig abwechslungsreich und unglaublich gross. Was auf der Karte oft nur wie ein Katzensprung aussieht, ist in Wirklichkeit mehrere hundert Kilometer!

NATIONALFEIERTAG
Nasca ist beruehmt durch die Sagen umwundenen "Linien von Nasca". Die Geoglyphen im ariden Kuestengebiet noerdlich von Nasca umfassen ein Gebiet von 700 qkm. Hier wurden in die praktisch regenlose Pampa ueber 100 geometrische Figuren, etwa 1000 gerade Linien und ueber 30 tier- und menschengestaltige Abbildungen eingekratzt. Sie werden auch als das "groesste Astronomiebuch der Welt" bezeichnet. Ein geschichtstraechtiger, ein bedeutender Ort also und weil Nasca dem Schweizer Erich von Daeniken fuer seine euphorischen, fantasievollen und sehr werbewirksamen Deutungsversuche die Ehrenbuergerschaft erteilt hat, auch gerade gut genug fuer unsere 1. August Feier 2012. Die Baselbieter Elsbeth und Paul haben in den letzten Wochen Gas gegeben, aufgeholt und ihr Luxuswohnmobil wie einst "Speedy Gonzales", rassig suedwaerts bewegt. Uns freut das! Wir treffen uns im Maison Suisse in Nasca wieder, dekorieren den Garten mit rot-weissen Ballons, koepfen zu den mit kleinen Schweizerkreuzen garnierten Haeppchen, einen echten Walliser Weisswein aus Pauls Keller und am Abend gibt es bei "Grieders" ein feines Kaesefondue. "Heil dir Helvetia"

GROSSARTIG
Wer je in Suedamerika unterwegs war, wird unser erneutes Loblied bestimmt verstehen. 660 km sind es von Nasca nach Cusco und die zwei Tage sind reiner Fahrspass. Kurz nach Nasca windet sich die gut asphaltierte Strasse in unzaehligen Serpentinen von 600 m auf gute 4200 m. Wir Fruehstuecken auf der Hochebene und fahren dann stundenlang durch die herrliche Landschaft vorbei an Lamas, winkenden Menschen, an blauen Lagunen, an Guanakos, Vicunas und Alpakas. Die Stadt Cusco und seine Region mit all den Kultstaetten der Inkas ist allein eine Reise wert!  Es ist ein feines Gefuehl ueber den "Plaza de Armas" zu gehen, durch die Gassen der gepflegten "Cuidad" zu schlendern, in den Boutiquen die edlen Produkte aus Alpaka oder Vicuna zu streicheln, auf einem der vielen kleinen, vertraeumten Plaetze zu sitzen, oder in einem noblen Kaffee ein Cappuccino aus einheimischen Bohnen zu trinken. Das Highlight dieser Region ist aber die Fahrt ueber Pisaq, Urubamba, Ollantaytambo und dann mit dem Zug nach Aquas Calientes und mit dem Bus zu dem mystischen, einzigartigen "Machu Picchu". Nur ein Holzklotz geht unberuehrt von hier weg! Die Stunden auf dem Mirador, hoch ueber der grossartigen Anlage werden wir nie mehr vergessen. Mathematiker, Astrologen, Bewaesserungskuenstler, Strategen, Statiker und geniale Baumeister haben hier vor vielen hundert Jahren eine unglaubliche Stadt in die Berge im Urubamba-Tal gebaut. Als Mitglied einer grenzenlos profitorientierten Gesellschaft die der Nachwelt hoechstens ein paar schlecht abbaubare Plastiksaecke, verschmutztes Wasser und ewig.. ! strahlender Atommuell hinterlaesst, schaeme ich mich ein wenig und ziehe vor den Inkas bewundernd den Hut! Ihre Kultur ist heute noch zu bestaunen. In den 3000 Becken der Salzterrassen von Pichingoto wird immer noch Salz gewonnen und die ehemalige Ackerbauanlage Moray mit den, auf verschiedenen Hoehen liegenden Anlagen mit unterschiedlichen Mikroklimas und den so... harmonisch ins Gelaende gelegten Terrassen ist ein weiteres Zeugnis der hochentwickelten Kultur. Pisaq, Ollantaytambo und Saqsaywaman sind andere grossartige Ruinen aus jener Zeit. Das auf 3700 m liegende Dorf Chinchero begruesst seine Besucher mit Charme und die Frauen demonstrieren textile Fertigung vom Schaf oder Alpaka bis zum Poncho und Pullover auf eindrueckliche Weise. Peru ist echt, Peru ist eine Wundertuete und taeglich fuer eine angenehme Ueberraschng gut. Wir sind hell begeistert von den 700 km von Cusco ueber den Altiplano nach Juliaca und von dort ueber das auf 4528 m hoch gelegene "Crucero Alto" nach Arequipa. Hier, in der Stadt des ewigen Fruehlings feiern wir am 19.08. standesgemaess "Loewe Pauls" Geburtstag. Wenn Udo Juergens recht hat, faengt Pauls Leben jetzt erst an! Die Ruenenberger lassen sich nicht lumpen und laden uns zu einem gemuetlichen Abend und einem feinen Nachtessen ein. Vielen Dank, es war "Spitze"!
Arequipa ist das Kultur und Wirtschaftszentrum von Perus Sueden und seine Altstadt ist eines der schoensten und best erhaltenen historischen Zentren des Landes. Weil das hier herrschende, milde Klima nach den eiskalten Naechten und den sehr warmen Tagen in der Hoehe, fuer uns eine Wohltat ist, geniessen wir den Garten des Hotel Mercedes der uns als Campingplatz dient, ganz besonders. In Arequipa scheint fast immer die Sonne und die Kulisse mit dem 5820 m hohen Vulkan "Misti" und den schneebedeckten Sechstausender "Chachani" und "Pichu Pichu" ist kaum mehr zu ueberbieten.

ANDENKONDORE
150 km sind es von Arequipa ueber den 4900 m hohen Patapampa-Pass nach Chivay und dann auf einer Schotterpiste in den Colca Canyon. Wir leiden mit "Friieda" auf den steinigen, staubigen 35 km bis zum Standplatz "Mirador Cruz del Condor". Aber, es lohnt sich! Denn hier im Colca Canyon, in einer der tiefsten Schlucht der Welt sind die Koenige der Luefte zuhause. Die seltenen, riesigen Voegel sind etwa 10-12 Kilo schwer und haben eine Spannweite bis 3.20 m.  Wenn sie sich vor deinen Augen, an den gewaltigen Waenden ohne ein Fluegelschlag kreisend, elegant in die Hoehe schrauben und dann nur einige Meter ueber den Koepfen der raunenden Zuschauer hinweg gleiten, laeuft dir ein kalter Schauer ueber den Ruecken. Wir bleiben zwei Tage und beobachten die groessten Raubvoegel der Welt, die in der Luft so grazioes und majestaetisch wirken, immer wieder tief beeindruckt bei ihrem einmaligen, unvergesslichen Schauspiel. Sie erinnern uns an den frisch gebackenen Schweizermeister "Kusi" der auf dem Weg zu seinem Titel in der Sportklasse der Gleitschirmflieger die Thermik wohl aehnlich souveraen ausgenuetzt hat wie die Koenige der Luefte, hoch oben in den Anden. Wir gratulieren unserem Neffen und "bald Ehemann" zu seinem grossartigen Erfolg herzlich.

ADIOS PERU
Peru hat uns bescheiden begruesst, dann aber freundlich beherbergt und uns sowohl kulturell als auch landschaftlich Grossartiges geboten. Sein Spiel mit dem Licht und den Farben auf den duenn besiedelten Hochebenen ist ein gewaltiges Erlebnis und die auf ueber 4000 m, trotz Nachttemperaturen um minus 5-10 ° C  ohne Heizung lebenden, hart arbeitenden, bescheidenen Menschen haben uns beruehrt und tief beeindruckt. So chaotisch wie es uns empfangen hat, so kampfbereit, unorganisiert und doch irgendwie sympathisch, hat es uns am Titicacasee, 150 km vor der Grenze verabschiedet und uns 30 Stunden lang in einer Strassenblockade stehen lassen!
Liebes Peru, moege der sogenannte Fortschritt von dir fern und dir Tradition, Schoenheit und Echtheit noch moeglichst lange erhalten bleiben!

Es gruessen herzlichst
Ulla & Kari