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SERRA GAUCHO
So heisst das huegelige Gebiet noerdlich von Puerto Alegre. Brasilianer lieben ihren Sueden und verkaufen eine Gegend die wir in Sueddeutschland und der Schweiz taeglich antreffen, hemmungslos als touristisches Highligth. Sie scheuen sich auch nicht ihre schoenen, aber nicht sonderlich spektakulaeren Strassen und Taeler mit so klingenden Namen wie, "Rota Romantica", Rota da Uva e do Vinho" oder "Rota Sinfonia da Natureza" zu bezeichnen! Uns gefaellt es in Gramado, einem sauberen, gepflegten Touristenort wie im Suedtirol. Eine originelle Osterdekoration schmueckt die Flaniermeile mit den Boutiquen, Cafes, Delikatessenlaeden und noblen Restaurants. Die hier ueberall praesenten Hordensien saeumen die Strasse und grosszuegige Parks und Gruenanlagen zeugen von einer weitsichtigen Planung! Garibaldi ist das Zentrum des Weinbaugebietes und die Wiege des Brasilianischen Champagners. Wir moechten mit Elsbeth und Paul gerne ein paar Weine dieser Region degustieren und suchen ein Weingut mit Uebernachtungsmoeglichkeit. Sergio Costa, ein Vertreter der kelternden Kunst, Oberhaupt italienischer Auswanderer in dritter Generation und Besitzer eines Weingutes, heisst uns auf Anfrage sofort herzlich willkommen. Kaum sind die Womo's parkiert schreiten wir zur Tat und probieren einige lokale Produkte. Rotwein, Kaese und gebrannte, bis zu acht Jahren im Eichenfass gelagerte Erzeugnisse lassen wir uns servieren. Sergio nutzt die Gunst der Stunde und organisiert "Radio Garibaldi" um seine seltenen Gaeste interviwen zu lassen! Fahrende Schweizer die zwei bzw. fuenf  Jahre mit einem Wohnmobil unterwegs waren besuchen den Weinkeller nicht jeden Tag und ein bisschen Werbung kann nichts schaden. Ob das, was wir in den Aether gehustet haben tatsaechlich Werbung war, muessen nun die Hoererinnen und Hoerer von "Radio Garibaldi" entscheiden!

URUGUAY
So viel saftig gruenes, fast topfebenes Kultur und Weideland haben wir auf der ganzen Reise noch nicht gesehen. Ueber mehrere hundert Kilometer begleiten uns unendlich scheinende Felder mit Mais, Soja oder Hirse und riesige Weiden. Weil zwischen den Feldern immer wieder unbewirtschaftetes Brachland liegt und auffallend grosse Wasserreserven die Gruentoene brechen, bietet sich dem Betrachter ein einmalig schoenes Bild. Es macht Spass auf der Bundestrasse Nr. 3 von Uruguaiana nach Montevideo zu fahren und zu traeumen. Das Land strahlt eine unheimliche Ruhe aus, seine Weite weckt Sehnsuechte und schuert auch noch nach fuenf Reisejahren das Fernweh! Nur 3 1/2 Millionen Menschen leben in dem Land das vier Mal groesser ist als die Schweiz! Hier gibt es keine "Bum..bum..Musik.". Hier sind die Gaucho's Zuhause. Pferde, Stiefel und Tradition praegen die Gesellschaft und selbst in der Naehe von Salto ist eine Hektare Land noch fuer ein "Butterbrot" zu haben! Im Sueden waechst Wein und wo Wein waechst, stimmt auch das Klima. Uruguay hat den subtropischen Norden, den fast mediterranen Sueden und die beneidenswerten Sandstraende am Atlantik. Uruguay wird von vielen touristisch unterschaetzt. Wir nehmen es aber auf unsere Favoritenliste!

TERMAS DEL ARAPEY
Den ersten Stopp in Uruguay machen wir bei den beruehmten Thermalquellen "Termas del Arapey". Unvorstellbar, mitten im Niemandsland, nach einer 80 km langen Autofahrt durch leicht gewelltes Gelaende mit Weiden und Felder vom Feinsten, taucht aus dem Nichts ploetzlich ein Wegweiser auf und weist auf die von uns gesuchten Quellen. Ein paar Kilometer spaeter liegt die Oase mit den noblen Bassins in denen warmes Wasser sprudelt, vor uns. Der Campingplatz ist genau so edel, die neue Sanitaeranlage koennte von "Zumthor" sein und das Internet funktioniert besser als die technisch zurueckgebliebenen Brasilianer es je haben werden! Wir fuehlen uns sofort wohl, es hat nur wenig Leute, es ist ruhig, das Wetter spielt mit, also bleiben wir ein paar Tage!

PARAISO SUIZO
Berna, Zurich oder Ginebra heissen die Strassen, Villa Palmar oder Silvia's Traeumli steht in grossen Lettern an den Haeusern, im Restaurant wird Berner Roesti serviert, fuer Heimwehglarner gibt es Zigerhoernli und an der Wand neben dem Buffet haengt der Jassteppich. Silvia und Heinz haben sich vor rund 20 Jahren ein verwildertes 30 Hektaren grosses Grundstueck am Rio de la Plata angelacht. Heute ist dieses Stueck Land beim Km 77.7  an der Routa 1 zwischen Montevideo und Punto del Este eine sehr bekannte Adresse. Traveler lassen hier waehrend dem Heimurlaub ihr Fahrzeug stehen, Feriengaeste bewohnen die Bungalows und Fahrende aus allen Herrenlaendern nutzen die saubere Anlage fuer ein paar Tage Ruhepause. Der ehemalige Glarner und passionierte Flieger Heinz Stuessi ist ein Allrounder. Er kocht, baut Haeuser und zuechtet Pferde. Silvia schaut zu Haus, Hof und zum Restaurant, sie sorgt sich um die Gaeste und backt das beste Brot auf der suedlichen Halbkugel. Am Abend sitzen wir jeweils gemuetlich in der Beiz trinken ein Glas Wein und quatschen von den guten alten Zeiten und prahlen mit unseren Heldentaten! Michael und Angelika aus dem Ruhrgebiet, die Allgaeuer Albrecht und Marianne die Baselbieter Elsbeth und Paul, Heinz und die Hausherrin Silvia und unsere Wenigkeit geben jeweils ein illustres Trueppchen ab. Heute sind wir besonders mutig! Wir lassen uns aus der Kueche des "Paraiso Suizo", allen Unkenrufen zum Trotz, ein Tartar servieren. Es ist exzellent, es hat sich gelohnt! Dem Mutigen gehoert eben doch die Welt!

ULLA'S  GEBURTSTAG
Vor einem Jahr wurden wir am 22.03. von der Schulleitung und den Lehrerinnen und Lehrern der Sprachschule "Ixpalanque" in Honduras mit Ballons, einer bekraenzten "Friieda" und einem Imbissbuffet herzlich ueberrascht. Den AHV berechtigten 64igsten feiern wir in Uruguay wieder bescheiden mit einem feinen Nachtessen und unseren Baselbieter Reisefreunden Elsbeth und Paul aus Ruenenberg. Weil Camper bescheidene Leute sind kocht das Geburtstagskind selber und ich gehe ihr als "Bimbo" etwas staerker zur Hand als ueblich! Der Blumenstrauss kommt von der nahegelegenen Wiese, der Rotwein von Freunden und ein Geschenkpaeckli von Grieders. Pappa's Brillant, laesst weiterhin auf sich warten! Happy Birthday!

VO URUGUAY GOEI MER HEI
Nun sitzen wir bereits in der Naehe von Montevideo am Rio de la Plata, schauen dem Spiel der Wellen zu und sehen dem Ende unserer Reise entgegen. Wir koennen es kaum glauben, aber uns trennt nur noch eine mehrwoechige Schiffsreise von Daheim! Wir sehen uns im Wohnzimmer von Tina und Stephan, auf der Terrasse von Priska und Reto, auf Grosi's Ofenbank im Eggberg, im Garten unserer Basis und auf vielen weiteren Gratisstellplaetzen bei Freunden. Passt also auf, wir kommen bestimmt und dann, dann machen wir ein bisschen auf private Wohlfahrt! Fuenf Jahre sind wir nun unterwegs! Aelter, runder, grauer, runzliger, aber mit einem prall gefuellten Koefferchen Erfahrung, Anekdoten und vielen wertvollen menschlichen Begegnungen schauen wir dankbar auf alles, was seit dem 10.04.2008 passiert ist zurueck. Vielleicht macht Reisen deshalb so viel Spass, weil es die menschlichen Begegnungen der seltenen Art, die berühren und den Glauben an die Menschheit staerken, noch gibt. Diese wertvollen Kontakte kennen weder sprachliche, konfessionelle, politische noch kulturelle Grenzen. Sie lassen uns mit unseren "bloeden" Vorurteilen zwar immer wieder klaeglich im Regen stehen, aber sie erweitern auch "peu à peu" unsere sichtlich zu engen Scheuklappen und fuehren uns naeher an andere Kulturen indem sie unser Werteverstaendnis aendern und uns unser System nicht als den Nabel der Welt, sondern als das betrachten lassen, was es "de facto" ist! Naemlich, nur eine von unzaehligen, moeglichen Lebensformen!

Abrazo y Besos
Ulla & Kari